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Annina Giovanoli
Vo mina Wurzla Jetzt werda ich doch tatsächlich zu nara Bloggeri. Zu nara Mundartbloggeri, denn i verzella am liabschta grad a so wia miar d Wörter in da Sinn kömmend. Und das isch eba uf Bündnerdütsch. Wenn ma aber zwüschet da einzelna Ziela suacht, denn findet ma au Mundart - Iflüss us ma Kanton wo an der tütscha Grenza liet. Rhieabwärts – döt wo da Rhie an grossa Wasserfall bildet und anara alta Festig mit am Nama Munot verbi flüsst, döt sind d Würzeli vo mina Wurzla dahei. Im klinschta Kanton vor Schwiiz. Gelb sis Wappa – männlich da Bock wo sich druf zum Matcho portiert. Uf jeda Fall streckt er sini Männlichkeit einiges meh zur Schau als üsa guat erzognig Steibock uf da Bündnerfahna.

Jo, er isch halt au an Widder. An Schofbock isch aber no lang kein Steibock, nei de marschiert meistens um sini Schöf uma und sis Dahei sind Hochstämm Baumgärta voll vo Zwetschga- oder Kriesibäum, höchstens no a Wiesa voll Klee am Ufer vom Rhie darf er zu sim Revier zella. Denn isch es aber au scho fertig lustig. Und glich bin i aswia stolz druf, dass sich vor meh als füfzig Johr a Schaffhuserfahna mit ara Bündnerfahna zämma tua händ und i drum jetzt zwei wackeri Wappatier dörf zu mina Heimatgfühl zella. Drum verzeihend miar, liabi Läser, wenn mis Grischun an rechta Tatsch Ostschwiezerbluat mitfärbt, was sich in minera Mundart darf usläba. Miar gfallt’s und i denka gern bitz quer.

Das söll jedoch nid heissa, dass i perse a Querdenkeri bin, aber bitz an Durranand im Sprochzeinli isch mengisch gar nid so schlecht. Un drum witma i min erschta Blogg uf minera Websita mina Schaffhuser Würzeli wo sich tapfer mit da starka Wurzla us am Grischun verwoba händ. Würzeli wo in jedam sandiga Boda am Fluss vom Rhie ihra Halt findend, wenn mol wieder da Bündnergrind wett mit miar durra bränna. Würzeli wo sich im Flachland könnd verwurzla, wenn’s nötig wär zum am Föhn us am Rhietal z wiederstoh.

Würzeli wo genau wüssend wo sie wenn’d durra wurzla und Würzeli wo nid so schnell ufgänd wenn a so na matchogetriebna Schofbock meint er müass dra uma knabbera. Nei, nei. I bin stolz uf mini Wurzla. Pflanzt uf guatem steinigem Bündnerboda und prägt vo altem Wurzelwerk knapp an der Grenza zum grossa dütscha Nochber, döt wo da höchsti Berg 912 Meter über Meer stoht und Hagä gnennt wird. Döt wo ma da Leitera Laatara seit und d Zeina a Zaana isch. Döt wo ma nid weis sondern waas.
Annina Giovanoli
Haldenstein, 19. Februar 2018